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CONRAD

CONRAD als alter germanischer Vorname, der dann zum Familiennamen wurde, ist alles andere als selten. Ob im Rheinischen oder in Schlesien oder Ostpreußen, überall ist dieser Name vertreten. Hier geht es um CONRAD aus dem sächsischen Raum:
Der bisher bekannte älteste CONRAD ist Johann Gottlob CONRAD (KONRAD), "Schaafmeister bei dem herrschaftlichen Gut Plotha". Plotha liegt an der Elbe zwischen Riesa und Torgau, gegenüber von Mühlberg. Schäfer waren Leute, die nicht fest im bäuerlichen Besitztum der Dörfer integriert waren. Sie hatten eine besondere berufliche Qualifikation, ähnlich wie die Müller, und sie wechselten unabhängig vom Besitzstand je nach Nachfrage ihren Wohnort. So kam auch dieser Johann Gottlob Conrad, geboren nach Rückrechnung bei seinem Tod am 04.11.1748, etwa 1780 nach Plotha, es ließ sich bisher nicht ermitteln, woher.
Wer also in dieser Region forscht, und auf einen Schäfer Johann Gottlob CONRAD stößt: ich bin für jede Mitteilung dankbar!
Der (sechste) Sohn des Schäfers war zunächst "Hammelknecht", also ein Schäferlehrling, später allerdings verließ er diese Berufslaufbahn und war Gärtner (Kleinbauer) in Saalhausen bei Oschatz. Seine Nachkommen waren Handwerker (Schmied, Maurer), die sich über Klingenhain und Riesa bis nach Dresden bewegten, wo Paul CONRAD nach 1900 als Klempner Industriearbeiter im Vorort Übigau war.

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Letzte Änderung: 15. Dezember 2005 (HC)
URL: www.h-conrad.de/conrad/conrad.htm